An Englishman in New York

BIOPIC | GB 2008 | Richard Laxton | digital | 74 min | englische OV
Samstag, 01. Mai 19:00

Quentin Crisp (1908–1999) gilt als bekanntester Homosexueller Großbritanniens. Popstar Sting hat ihm einen Song gewidmet, und Boy George würdigte ihn als großes Vorbild. Crisp selbst nannte sich „The Naked Civil Servant“ – also Homo im Auftrag ihrer Majestät.

Nachdem John Hurt bereits 1975 in “The Naked Civil Servant” den britischen Dandy und Exzentriker verkörpert hatte, musste er ihn folgerichtig auch mehr als 30 Jahre später spielen: An Englishman in New York erzählt von den Jahren des Ruhms, die der flamboyante schwule Selbstdarsteller in seiner Wahlheimat USA erlebte, aber auch von seinem gesellschaftlichen Absturz, als er in einem Interview die Aidskrise unbedacht als “Modewelle” abtat. Die Nonchalance, mit der Crisp mit Bonmots um sich wirft, die Souveränität, mit der er sich durch die High Society bewegt, und der Ausgeglichenheit, mit der er der Einsamkeit und Gebrechlichkeit im Alter begegnet - all das findet sich in diesem bisweilen beklemmend rührenden, aber auch würde- und humorvollen Biopic. Quentin Crisp war der wahre Nachfolger Oscar Wildes im 20. Jahrhundert!

Hauptdarsteller John Hurt wurde auf der Berlinale 2009 mit einem TEDDY Sonderpreis ausgezeichnet und der Film gewann den Publikumspreis beim schwullesbischen Festival in Hamburg!

 

 

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